Klimaschutz geht nur mit Naturschutz

"Eine intakte Natur ist das Netz, das uns alle trägt. Wir müssen die Natur stärken und schützen, damit sie uns schützt und unsere Lebensgrundlagen erhält.“
Steffi Lemke (die Grünen), Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz, 2023

Klimaschutz durch Windkraft?

Zuerst muss klar unterschieden werden zwischen Klimaschutz und der deutschen Energiewende. Die Energiewende war / ist eine politische Entscheidung und hat nichts mit Klimaschutz zu tun! Ursprünglich wollte man von der Kernenergie weg und diese ersetzen. Der Einsatz von Windrädern im Norden Deutschlands war zuerst ein Experiment und wurde gefördert. Im Süden wurde dagegen Photovoltaik auf Dächern installiert. Die Förderung lockte Investoren an und so war der Boom der sogenannten Erneuerbaren Energien geboren. Doch diese Förderung - mittlerweile Planwirtschaft - verhindert Innovationen und Investitionen in die Forschung und Entwicklung. Denn das Geld bekommen die Investoren so oder so - selbst wenn die Anlagen abgeregelt werden oder der überflüssige Strom entsorgt werden muss. Und das soll nach dem Willen der Betreiber auch so bleiben. Mit Klimaschutz - so wie man es uns verkaufen will - hat das rein gar nichts zu tun!

Und auch die ursprünglich angestrebte Autarkie (hier: Selbstversorgung) hat sich ins Gegenteil verkehrt! Auch das Motto "Atomkraft - nein Danke!" gibt es nicht mehr. Den notwendigen Import von Strom aus Kernkraftwerken aus dem Ausland begründet die Bundesregierung mit "Sicherung der Energiewende".

Gute Propaganda

Wer Windkraft kritisch sieht, wird schnell als Klimaleugner, renitenter Querdenker, Kernenergie- bzw. Kohlelobbyist an den Pranger gestellt. Wer sich für den Naturschutz engagiert, ist plötzlich rechtsextrem. "Naturschutz ist ein Kernthema des rechtsextremen Weltbildes" schreibt die Fachstelle Radikalisierungsprävention. Über ein Bundesprogramm werden in Veranstaltungen alle Naturschützer geframt, also als unglaubwürdige Nazis dargestellt und ihre Arbeit damit diffamiert. So will man konstruktive Diskurse - die bei einem solchen Thema unverzichtbar wären - vermeiden. 

Die Windkraftbranche kann so unbemerkt aktive Lobbyarbeit betreiben und ist sogar an der Ausarbeitung von Gesetzen beteiligt! Das ist, als wenn uns der Coca-Cola-Konzern gesetzlich vorschreiben würde, wieviel braune Brause wir am Tag zu trinken hätten.

Dabei gibt es verschiedenen Wege, gegen den Klimawandel vorzugehen. 

Der beste Weg ist der Schutz unserer Natur!

Die Natur regelt von allein die Temperatur, den Wasserhaushalt oder die CO2-Menge. CO2 wird von den Pflanzen aufgenommen, zum Wachstum und für die Photosynthese verwendet. Ohne CO2 kein Sauerstoff. Ohne CO2 kein Pflanzenwachstum. Ohne Pflanzen keine CO2-Aufnahme.

Greift der Mensch jetzt in diesen Naturhaushalt ein, kann Einiges aus der Balance geraten. Das Klima verändert sich.

Einen besonders großen Einfluss hat die Urbanisierung auf das Klima, also die Bebauung und die Versiegelung von Flächen. Oder die Begradigung von Flüssen, der Bau von Staudämmen, die Abholzung der Wälder, intensive Landwirtschaft, Tagebaue und und und.

Aber auch moderne Windräder sind zum Beispiel solche Eingriffe in die Natur. Sie verändern die Gegebenheiten am und im Boden UND in der Luft. Angefangen bei den enormen Fundamenten, die mehrere Meter in den Boden reichen (und dort u.a. den Fluss von Schichtwasser und Grundwasser beeinträchtigen) bis zu den Rotorblättern, die eine Fläche von rund 2 Hektar(!) bzw. über eine Million Kubikmeter Luft durchschneiden. Und nicht nur die Fundamente, auch die Kranstellflächen und Zuwege in immenser Größenordnung versiegeln dauerhaft den Boden.

Hinzu kommen kilometerlange neue Leitungen, Transformatoren und Umspannwerke aufgrund der dezentralen Energieerzeugung.

Bild oben: Bundesverband WindEnergie

Aber reduzieren Windräder nicht den Ausstoß von Treibhausgasen?

Leider nein! Denn sie können nie ein konventionelles Kraftwerk ersetzen, da sie  nicht grundlastfähig sind. Grundlastfähig bedeutet, Millisekunden-genau den benötigten Strombedarf zu decken. Die Einspeisung von Windkraftstrom in das deutsche Stromnetz schwankt enorm und kann nicht vorausgesagt werden. So muss zu jeder Zeit 100% unseres Strombedarfs durch konventionelle Kraftwerke verfügbar sein. 

Auf den Grafiken oben (bitte die Skalierung links beachten) ist gut erkennbar, wie erratisch Windkraftanlagen Strom generieren. Von 0 bis fast 250 MW ist alles dabei. Die "Lücken" müssen mit konventionell hergestelltem Strom geschlossen werden. (Und selbst wenn die Windkraftanlagen grundlastfähig wären, würden sie kein CO2 per se mindern (siehe hier / externer Link).)

Wir haben also beides: Konventionelle (Kern-, Kohle- und Gas-) Kraftwerke und Windkraft! Dass die konventionellen Kraftwerke immer mehr im Ausland stehen, ist reine Augenwischerei und bringt uns in immer größere Abhängigkeiten.

Aber auch selbst im Falle, Windkraft würde CO2 einsparen, hat das keinerlei Auswirkungen auf die Gesamtemissionen. Die Menge an CO2, die von der Industrie ausgestoßen werden darf, regelt in der EU der Europäische Emissionshandel ETS (Emission Trading System). Die Anzahl der ausgegebenen Zertifikate ist begrenzt und wird jedes Jahr reduziert. Der Preis pro Zertifikat steigt. Alle Unternehmen in der EU, die CO2 produzieren, bekommen ein Grundkontingent zugewiesen. Benötigen sie mehr - weil sie mehr CO2 ausstoßen - müssen sie Zertifikate kaufen. Brauchen sie weniger, können sie die überschüssigen Zertifikate verkaufen. Je mehr CO2 ein Unternehmen produziert, desto teurer wird es. So soll ein Anreiz geschaffen werden, CO2 zu reduzieren. Egal von welcher Branche. Den Klimamodellen ist es egal, woher das CO2 kommt bzw. wo es eingespart wird. Doch auch hier gibt es ein Problem: Der Zertifikatehandel betrifft nur Unternehmen in der EU. Dies kann dadurch jedoch zu einer tatsächlichen Erhöhung des CO2-Ausstoßes weltweit führen: Fällt die Nachfrage nach fossilen Rohstoffen von Seiten der EU, fallen die Preise von Öl, Gas und Kohle. Andere Länder / Unternehmen außerhalb der EU können so billiger Rohstoffe erwerben. China, die USA, Indien usw. - die unsere Hauptkonkurrenten im weltweiten Handel sind - können so günstiger Energie einkaufen und dadurch auch günstiger produzieren - zu schlechteren Umweltbedingungen. Eine Verlagerung der Industrie ins Ausland bedeutet weniger Klimaschutz und einen schlechteren Wirtschaftsstandort für Deutschland und die EU.

Und leider emittieren moderne Windräder selbst das bisher schlimmste bekannte Treibhausgas überhaupt: Schwefelhexafluorid SF6. Und das ist 25.200-mal klimaschädlicher als CO2 (gemäß Klimarat IPCC von 2022). Es bleibt auch für über 3.000 Jahre in der Atmosphäre. "Die natürliche Selbstreinigungskraft der Lufthülle reicht nicht aus, um mit solchen "Supermolekülen" fertig zu werden", sagt Dr. P. Merlet vom Max-Planck-Institut für Chemie.

SF6 gehört zur Stoffgruppe der PFAS (per- und polyfluorierten Alkalisubstanzen). Diese sogenannten "Ewigkeitschemikalien" oder "persistierende" Chemikalien können zu schweren gesundheitlichen Problemen wie Krebs, Leberschäden, Schilddrüsenerkrankungen, Fettleibigkeit und Fruchtbarkeitsstörungen führen. Sie schwächen unser Immunsystem und reduzieren zudem die Wirkung von Impfungen. PFAS kann von der Mutter auf das ungeborene Kind und über die Muttermilch an das Kind weitergegeben werden (eea.europa.eu., Umweltbundesamt, BMUV). PFAS befinden sich u.a. im Regenwasser (Luft) - und damit auch im Trinkwasser - aber auch in Kochgeschirr sowie in schmutz- und wasserabweisenden Produkten.
Das Umweltbundesamt fordert seit 2020 ein Verbot des Einsatzes von SF6 in Mittelspannungsanlagen, die auch bei Windkraftanlagen verwendet werden.

Die Konzentration von SF6 in der Luft steigt dramatisch an. Seit 1995 hat sie sich fast vervierfacht (NOAA 2022).  Die Windkraftbranche versucht sich damit rauszureden, dass Windkraft dafür CO2 einsparen würde - was nicht stimmt, da Windkraft konventionelle Kraftwerke nicht ersetzen kann und die CO2-Emissionen in der EU über den Zertifikatehandel geregelt werden (s.o.).

Und es kommt noch schlimmer:

Kein Heilsbringer

Mittlerweile weiß man, dass Windkraft keine Probleme löst, sondern sie sogar verstärken kann. Es gibt verschiedene internationale Studien, die zeigen, dass Windparks regelrecht Dürren verursachen können, da es im Lee-Bereich (also in der windabwandten Seiten - "hinter" dem Windrad) seltener und weniger regnet. Im Norden Kenias hat es seit der Errichtung des Turkana-Windparks 2018/19 nicht mehr geregnet.
Das liegt daran, dass die großen Rotoren die Luft verwirbeln und die bodennahe feuchte Luft in obere Luftschichten transportieren und trockenere Luft von oben nach unten drücken. Je größer die Anlagen, desto größer sind die Verwirbelungen. Der natürliche Luft-Fluss wird verändert. In Regionen, in denen es eh schon wenig Niederschlag gibt, ist ein Windpark dann verheerend! Je weniger Niederschlag vor dem Bau eines Windindustrieparks, desto größer die negativen Auswirkungen. Brandenburg spürt dies besonders stark!

Auch wird der Wind an Windparks "abgeerntet". Im Lee-Bereich gibt es so auch weniger Wind. Bei Windparks wird daher die vorherrschende Windrichtung gemessen und auf dieser Grundlage der Abstand zwischen den Anlagen berechnet. Der Ertrag einer Windkraftanlage nimmt ab, je weiter "hinten" sie in einem Windindustriepark steht, da der Wind von den "vorderen" Anlagen abgebremst wird.   

Die Studie von Qun Tian et al. zeigt abnehmende Windgeschwindigkeiten auf der nördlichen Hemisphäre (die südliche wurde nicht untersucht). "Windenergieanlagen entnehmen der Luftströmung Energie, verwirbeln sie ('Nachlaufwirbel') und bremsen sie ab.", sagt der Deutsche Wetterdienst.
Wind selbst kühlt und hat weitere wichtige Funktionen für die Natur und auch für die Städte. Wir sehen es vor Ort: So steht der Windpark der Nauener Platte mitten in der Frischluftschneise für Berlin und bremst den Wind aus. Die Nauener Platte trägt den Beinamen "Berliner Sommerheizung", da sie für Berlin zu einer Temperaturerhöhung um rund 2 °C führen soll und weniger Frischluft in die Stadt bringt.

Insgesamt zeigen Studien, dass Windparks zu einer mittleren Temperaturerhöhung von rund 0,4°C in der Region beitragen. In Regionen mit geringerer Vegetation (wie offene Weideflächen oder landwirtschaftlich genutzte Flächen) oder in der Nacht (unabhängig von der Vegetation) ist die Temperaturerhöhung größer (bis zu 0,7°C) als in Regionen mit stärkerer Vegetation (z.B. Wälder). Wissenschaftler vom Harvard Institut (Keith et al.) haben beobachtet, dass Windparks einen größeren negativen Einfluss auf die Temperatur haben als die Verstromung von Kohle oder Gas. Zum gleichen Ergebnis kamen bereits 10 frühere Studien aus den USA. Je mehr und größer die Windparks, desto größer und umfassender ist die Erwärmung. Diese Erwärmung umfasst nicht nur die Region, sondern in den USA bereits den gesamten "kontinentalen" Bereich.

Die Windkraftlobby versucht dies zu entkräften und schreibt, diese Effekte wären nur lokal - bis rund 50km "hinter" einer Windkraftanlage (im Lee-Bereich). Ein einziges Windrad würde das globale Klima nicht beeinflussen oder Dürren auslösen und formulieren das entsprechend in ihren Schlagzeilen ("Keine Dürre durch Windräder)". Sie müssen aber zugeben, dass sich der Einfluss mit der Anzahl der Windkraftanlagen verstärkt. Und dass Windindustrieparks vor der Küste besonders viel feuchte Luft verwirbeln, was dem Land dahinter dann fehlt. Auch Prof. Latif vom Postdamer Institut für Klimaforschung (PIK) warnte 2019: "Die meteorologischen Auswirkungen von Windparks sind nicht zu unterschätzen."

Es ist schon vermessen, die Tatsachen damit herunterzuspielen dass der geringere Niederschlag und die Erwärmung ja nur die Regionen hinter Windkraftanlagen betreffen würden. Als wenn die Natur, der Mensch und das Klima dort nichts wert wären. Schlimm genug (und sagt das bitte den Menschen im Norden Kenias: Macht euch keine Sorgen, es ist ja nur regional)!
In Deutschland sind die Abstände zwischen Windindustrieparks meistens unter 50 km, oft nur 10 oder gar nur 5 km. Das bedeutet: aus lokal + lokal + lokal wird überregional!


Verteilung von Windkraftanlagen in Deutschland (von gelb bis rot; rot: hohe Dichte an WKAs)

Dürremonitor
(rot: wenig Niederschlag / Dürre)


Tropenholz für deutsche Windindustrieanlagen

Für ein Rotorblatt einer modernen Windindustrieanlage werden 40 Balsabäume benötigt. Balsaholz ist sehr leicht und dennoch robust. Es wächst jedoch nicht in heimischen Wäldern sondern in den Tropen. 120 Balsabäume werden für eine Windindustrieanlage verarbeitet.

Neodym und andere Seltene Erden - Radioaktiv verseuchtes Land und weitere Abhängigkeiten

Bis zu 2 Tonnen Neodym werden für eine Windindustrieanlage benötigt.

"Neodym, Dysprosium und Lanthan sind einige der Metalle, die zu den 17 Seltenen Erden zählen. Ihr Vorkommen in der Natur ist nicht selten, nur die Konzentration oft gering. Daher lohnt sich ein Abbau und eine Extraktion aus den Erzlagerstätten bei den momentanen Weltmarktpreisen selten.
Gebraucht werden die 17 Metalle, die immer im Verbund vorkommen, auch für die Energiewende. In Dauermagneten von Windrädern, Motoren von Elektroautos oder sparsamer Beleuchtung.", schreibt der Deutschlandfunkt in seinem Artikel "Naturzerstörung für unsere Windräder".
Seltene Erden werden im Tagebau gewonnen. Bei der Gewinnung von Neodym fällt radioaktiver Klärschlamm an. Dies hat bereits zu einer Naturzerstörung der Inneren Mongolei geführt. 

Den Weltmarkt für Seltene Erden dominiert China mit rund 95% Marktanteil.

Schall, optische Bedrängung und Wertverlust von Immobilien

Nicht nur die Natur leidet - auch der Mensch. Das Wummern der Windkraftanlagen geht nicht nur ins Ohr, sondern durch den ganzen Körper. Infraschall ist nicht hörbar, aber spürbar. Industrieller Infraschall von Windrädern beeinflusst u.a. unser Stammhirn (Salt et Kaltenbach). Das Robert-Koch-Institut hat schon 2007 vor industriellem Infraschall gewarnt und Maßnahmen zur Abhilfe und Vermeidung gefordert. Schwangere dürfen Infraschall nicht ausgesetzt werden! Industrieller Infraschall soll zu Veränderung der Föten oder gar zu Früh- und Fehlgeburten führen können.
Das Umweltbundesamt schrieb 2014: "Betrachtet man einige exemplarische Untersuchungsergebnisse, wird deutlich, dass Infraschall ab gewissen Pegelhöhen vielfältige negative Auswirkungen auf den menschlichen Körper haben kann. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass viele der negativen Auswirkungen von Infraschalleinwirkungen die Bereiche Herz-Kreislaufsystem, Konzentration und Reaktionszeit, Gleichgewichtsorgane, das Nervensystem und die auditiven Sinnesorgane betreffen. Probanden klagten häufig über Schwindel- und Unbehaglichkeitsempfindungen bei Infraschallexposition".
Infraschall löst ebenso Angst und Unbehagen aus. Forscher erklären sich dies als Reaktion auf Erdbeben oder das Herannahen von großen Feinden. Beides emittiert Infraschall.

Wie Infraschall "funktioniert" wird in diesem Video vom ZDF gut erklärt.

Hier (ebenfalls vom ZDF) erfährt man, wie man Infraschall von Windkraftanlagen als ungefährlich darstellt: einfach nicht messen!

Gegen Infraschall kann man sich kaum bis gar nicht schützen!

 

Aufgrund der negativen Auswirkungen auf den Menschen (u.a. Herzmuskelschwäche, Leistungsschwäche, Schlafstörungen, Depressionen) plant das Militär, Infraschall als nicht-letale Waffe einzusetzen (siehe hier).

Einen guten Beitrag gibt es dazu vom ZDF.

Bild oben: maz-online.de

Nicht nur Schall löst Stress im Körper aus. Auch Bewegungen. Denn Bewegungen ziehen unsere Aufmerksamkeit an. Das ist bei uns in den Genen veranlagt und macht uns rechtzeitig auf Feinde aufmerksam. Diese Reaktion wird auch - zusammen mit anderen optischen Einflüssen - im Marketing und natürlich als Warnung genutzt. Schließlich soll das Blinken ja Piloten auf  mögliche Hindernisse (Windindustrieanlagen, Gebäuden) aufmerksam machen. Wenn sich etwas bewegt oder etwas blinkt, gucken wir hin. Wir können gar nicht anders. Auf Dauer ist das ein großer Stressfaktor (da möglicher Feind). Es ist wie ein Besuch auf einer Kirmes: für ein, zwei Stunden machen das Blinken und all die optischen und akustischen Einflüsse vielleicht sogar Spaß. Adrenalin kann uns kurzzeitig antreiben. Doch dann braucht man wieder Ruhe! Wer in der Nähe eines Windrades wohnt, hat die Kirmes im schlimmsten Fall 24 Stunden am Tag über mehrere Tage oder gar Wochen am Stück. Das Blinken, das Drehen der Rotoren und der stroboskopische Schattenschlag bleiben. 365 Abende und Nächte im Jahr. Wummern, blinken, stroboskopischer Schattenschlag, wummern, blinken, wummern und blinken, Schattenschlag, blinken, blinken. Erholung, die wir dringend regelmäßig mindestens nachts brauchen, gibt es nicht mehr. Nur noch Stress. Der Körper wird krank, weil er diesem Stress nicht entfliehen kann. Es sei denn, man gibt seine Altersvorsorge auf - Geld bekommt man kaum noch für eine Immobilie -, zieht weg und sucht sich einen weiteren Job, um die Raten für den Hauskredit neben der zusätzlichen Miete (sofern man denn eine Wohnung findet) zu bezahlen. Und das alles, weil einige Wenige den Hals nicht voll bekommen.

Wer auf dem Land wohnt, will eben nicht in der Stadt oder auf einer Kirmes leben! Er / sie / es will Ruhe und Erholung! 

Schade, wer gerade fast 600.000 € für eine neue Immobilie in Pausin ausgegeben und sich über mehrere Jahrzehnte verschuldet hat: Das Eigenheim ist neben einem Windpark im schlimmsten Fall nichts mehr wert!

Bild links: wind-turbine-models.com

Hier ist gut die Dimension einer moderne Windkraftanlage zu erkennen. Es handelt sich mitnichten um romantische Windmühlen, sondern um Industriebauten mit einer Höhe von rund 250 Meter Höhe. Zum Vergleich: der Turm Perwenitz hat eine Gesamthöhe von 135 Meter.


Bei 250 Meter hohen Windkraftanlagen ist nicht nur die unmittelbare Umgebung betroffen. Die Gondel (Nabe) befindet sich in rund 160 Meter Höhe und überragt Bäume und Wald um 125 Meter. Vom Blinken, Schattenschlag und Schall hat die ganze Gemeinde etwas davon. Und bei Westwind ist besonders die Siedlung vom hörbaren Schall betroffen.

Vogelschlag

Erst so ..                                                                              

dann so?

Wie viele Vögel und Fledermäuse tatsächlich durch Windrädern sterben, lässt sich kaum beziffern (man schätzt 250.000 Fledermäuse pro Jahr, Tendenz steigend). „Das Vogelsterben ist zu einer unbeabsichtigten Folge der Entwicklung Erneuerbarer Energien geworden“, sagt Hannah Vander Zanden, Assistenzprofessorin für Biologie an der Universität Florida (Link).

Herabgefallene Tiere werden am Boden von anderen Tieren wie Fuchs oder Marder (Prädatoren) schnell verarbeitet. Relativ am Anfang des Bestehens des Windeignungsgebietes Nauener Platte wurden innerhalb von 6 Wochen Totfunde von Vögeln gezählt: Man fand 64 erschlagene Rotmilane. Wie viele tatsächlich getötet wurden, ist nicht bekannt. Die gefundenen Rotmilane waren allesamt Weibchen. 

Die Lobbyisten der Windkraftbranche haben vor kurzem eigene Beobachtungen veröffentlicht. Demnach wären es gar nicht so viele Vögel, die getötet werden. Einige würden sogar ein Vermeidungsverhalten zeigen. Zu beachten ist hierbei aber: Es handelte sich um einen bestehenden Windpark! Wenn erst einmal die meisten Vögel tot sind, sterben auch weniger. Und manche zeigen auch ein Vermeidungsverhalten. Und selbst diese Beobachtungen zeigen: den Vögeln und Fledermäusen wird der Lebensraum genommen! Entweder sterben oder meiden.

Zusammengefasst:

Windkraft

  • zerstört Lebensräume
  • tötet Vögel und Fledermäuse
  • macht krank
  • kann kein konventionelles Kraftwerk ersetzen
  • führt zu Temperaturerhöhungen
  • trägt zu Dürren bei
  • emittiert das klimaschädlichste Treibhausgas überhaupt
  • vernichtet den Wert von Immobilien und damit auch von Altersvorsorgen.

 

Last but not least: Bereits zu viel Strom aus Windkraft

Windkraft wird immer wieder als Erfolg der Energiewende bezeichnet (bitte beachten: der Energiewende - nicht im Kampf gegen den Klimawandel!). Es stimmt: Wenn der Wind weht, generieren die fast 30.000 Windindustrieanlagen in Deutschland viel Strom. Zuviel Strom. Speicher für den Überschuss sind nicht vorhanden. Und wenn der Wind nicht weht, gibt es auch keinen Strom - egal wie viele Anlagen wir haben.

Auf der Nauener Platte wird 60% des produzierten Stroms bereits entsorgt. (s. Studie zur Ermittlung des Speicherbedarfs auf der Nauener Platte) Und das, obwohl wir an rund 1.900 Stunden im Jahr (21,7%) Strom importieren müssen (das Jahr hat 8760 Stunden). Der Wind weht halt nicht dann, wenn wir ihn brauchen. Stromspeicher in dieser Größenordnung werden zwar gefordert (Achtung: nicht gefördert), doch irgendwie kümmert sich niemand drum. In der Energiestrategie 2040 verweist man tatsächlich auf das Ausland als Stromlieferant. Wer industrielle Speicher bauen will, bekommt Steuererleichterungen - aber keine Förderungen wie bei der Windkraft.

Jedes neue Windrad in unserer Region würde also nur Müll-Strom produzieren. Strom der entsorgt werden muss. Denn bei Wind haben wir bereits ein Zuviel an Strom. Bei Windstille helfen zusätzliche Windräder auch nicht weiter. Doch diesen Müll-Strom müssen wir bezahlen - kein Problem, wir haben's ja! Und wer braucht schon die Natur?

Weiterführende externe Links:
vernunftkraft.de

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